Humboldt-Informationszentrum Schloss Goldkronach

Humboldt BüsteDer Besucher macht einen Streifzug durch Alexander von Humboldts Leben und begleitet den jungen Universalgelehrten auf seiner Reise durch das hiesige Bergbaurevier.

1793 wurde Humboldt für mehrere Jahre als königlicher Beauftragter für das Bergwesen in die ehemaligen Fürstentümer Ansbach und Bayreuth gesandt, wo er Inspektionsreisen zu den Bergwerken unternahm. Ihm verdankt die Goldlagerstätte von Goldkronach eine kurzzeitige Wiederbelebung.

Schloss Goldkronach ist auch Anlaufpunkt für Führungen in die Felsenkeller und hat selbst im Gewölbe eine geologische Besonderheit zu bieten. Fachvorträge im Erdgeschoss ergänzen das Angebot.

Das Projekt

In der vergangenen Förderperiode ist das LEADER+ - Projekt „Zeitreise durch Geologie und Bergbau von Goldkronach" umgesetzt worden. Neben dem Ausbau des Besucherbergwerks „Name Gottes" war ein weiteres Teilprojekt das Sichtbarmachen der Fränkischen Linie durch die „Goldkronacher Geopunkte". (interner Link)

Goldkronach-SchlosskellerDaran anknüpfend werden über eine Leader in ELER-Förderung mit dem neuen Projekt auch die geologischen Verhältnisse im Muschelkalk-Keller des Goldkronacher Schlosses auf einer Informationstafel erläutert; der Keller wird der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und in Führungen eingebunden.

Des Weiteren wird das bergbauliche Wirken Alexander von Humboldts in Goldkronach auf roll-ups dargestellt und im Erdgeschoss des Schlosses als mobile Ausstellung gezeigt. Für die Nutzung des Erdgeschosses als Informationszentrum und als Ausgangspunkt für geologische Führungen wird Tagungstechnik und Bestuhlung für wissenschaftliche Vorträge und Tagungen angeschafft.

Projektträger ist der im März 2008 gegründete Verein „Alexander-von-Humboldt-Kulturforum – Schloss Goldkronach e. V." Die Brutto-Gesamtkosten belaufen sich auf knapp 60.000 €, die förderfähigen Kosten erhalten einen Zuschuss von 50% der Nettokosten.

Ziele

Das Informationszentrum im Schloss Goldkronach vervollständigt die Goldkronacher Geopunkte und bietet Informationen zum Goldbergbau sowie zur Goldkronacher Zeit Alexander von Humboldts.

Es stellt für die Stadt Goldkronach mit ihrer Historie als Goldbergbau-Gebiet unter der besonderen Beziehung zu Alexander von Humboldts Lebenswerk eine wichtige Ergänzung im Informations- und Bildungsangebot sowohl für die Bewohner der Region als auch für auswärtige Besucher, z. B. Touristen; Studierende an der Universität Bayreuth - hier insbesondere Alexander-von-Humboldt-Stipendiaten, dar.

Die Gesamtmaßnahme dient der stärkeren Verankerung der Bedeutung von Alexander von Humboldt für die Entwicklung des Bergbaus im Goldkronacher und oberfränkischen Revier. Sie leistet einen wichtigen Beitrag zur Vertiefung des geschichtlichen Identitätsbewusstseins der Einheimischen und führt gegenüber auswärtigen Besuchern, gerade auch aus dem Ausland, zu einer Imageverbesserung der Region.

Alexander von Humboldt

Alexander von Humboldt gehört mit zu den bekanntesten Persönlichkeiten im Ausland und wird vor allem in den Ländern, die er bereist hat bis heute sehr verehrt. Ausländischen Touristen aus diesen Ländern kann durch ein attraktives Besuchsprogramm ein Anreiz geschaffen werden die Region zu besuchen, um auf den Spuren von Alexander von Humboldt zu wandeln.

Zeitreise Geologie und Bergbau