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Ausschilderung des Glaswanderweges

Generationen von Glasmachern auf der Spur, begibt man sich auf den Glaswanderweg, um Regionalgeschichte zu erwandern. Vorbei an ehemaligen Glashütten und Glasschleifereien leiten die Tafeln und Wegmarkierungen mit dem alten Glasmacherzeichen. Glasweg Markierung

Bildlich gesprochen bedeutet das Markierungszeichen „es ist ein unendlich Kreuz, Glas zu machen" und gibt anschaulich die Mühsal in diesem alten Wirtschaftszweig wieder.

Bereits mit Beginn des 14. Jahrhunderts setzte die traditionsreiche Geschichte der Glasherstellung im Fichtelgebirge ein. Gebrauchsgegenstände und Schmuck, vornehmlich Perlen, Glasknöpfe und Gläser, später auch technisches Glas, wurden produziert und in aller Herren Länder exportiert.

Glasmuseen entlang des Weges mit Exponaten aus verschiedenen Jahrhunderten geben Einblicke in Glasherstellungstechniken von einst und jetzt. Seit Sommer 2009 zeigt eine Schauglashütte in Warmensteinach die harte Arbeit am heißen Glasofen, ebenso wie die Kunstfertigkeit des Glasbläserhandwerks.

Das Projekt

Projektträger ist die Wohlfühlregion Fichtelgebirge für die beteiligten Gemeinden. Die Förderung erfolgte nach den Naturparkrichtlinien v. a. mit Landesmitteln. Der 65 %-ige Gesamtzuschuss auf die förderfähigen Kosten errechnete sich aus 50% Landesmittel-Zuschuss, einem zusätzlichen Kreiszuschuss in Höhe von 25%, abzüglich eines 10%-igen Geschäftsführungsanteils für den Naturpark.

Die Kosten (ohne Weiterführung nach Bischofsgrün) beliefen sich auf etwa 10.100 €. Förderfähige Gesamtkosten in Höhe von 6.800 € wurden zu 65% bezuschusst.
Die voraussichtlichen Kosten für Markierung und Infotafeln für Bischofsgrün liegen bei 6.680,00 €.

Bestandteile des Projektes sind die

  • Markierung des Weges,
  • Wegtafeln (PDF 441 KB), die eine Skizze des gesamten Wegverlaufs enthalten,
  • Ortstafeln (PDF 1,7 MB) mit Ortsplan des jeweiligen Ortes (z.B. Weidenberg), in welchem die dortigen Stationen des Glaswanderweges und weitere wichtige Informationen für den Wanderer eingezeichnet sind sowie
  •  Informationstafeln (PDF 2,4 MB) an ehemaligen Glasindustrie-Standorten (z.B. Lindner in Warmensteinach), welche über das jeweilige Objekt des Glaswanderweges informieren.

 

Im Kurpark Warmensteinach wurde zum Andenken an die Glasproduktion im Fichtelgebirge, an die Glasmacherfamilien und an die „Paterla" (= Perlen) bei der Einweihungsfeier für den Glaswanderweg am 27.10.2008 eine Bronzetafel aufgestellt.

Der Weg:

Entstanden ist ein industriehistorisch interessanter und naturräumlich reizvoller Themenwanderweg von 42 km Länge zwischen Weidenberg und Bischfsgrün. Er verbindet die drei Glasmuseen in Weidenberg, Warmensteinach und Fichtelberg und führt an vielen historischen Orten der Glasproduktion vorbei. Mit alten Ortsansichten oder Fotos von längst abgebrochenen Glashütten, Glas- und Spiegelschleifereien, Hütten- und Hammerwerken soll an dieses Kapitel der Geschichte im Tal der Steinach und des Gebietes rund um den Ochsenkopf erinnert werden.

Glasweg-TafelnGlasmuseum WB Wegverlauf:
Weidenberg – Gablonzer Werksiedlung (Glasknopf-Museum) – entlang der Steinach zur Scherzenmühle (von Wasser angetriebene ehemalige Mühle, heute Museum) – Mittlernhammer – Sophienthal (ursprünglich Jagdschloss, später Porzellanfabrik) – Schwarze Brücke – Neuwerk (Hammerwerk) – Brunnenhaus (einst Spiegelglasschleiferei, jetzt Fa. Kächele) – Zainhammer/Pfeifferhaus (ehemalige Eisenbergwerke) – Neuwelt (Drahtwerk) – Warmensteinach (Freizeithaus mit Glasmuseum) – Helle Glocke – Oberarmensteinach – Fleckl – Bocksgraben – Grünstein – Neugrün - Fichtelberg (Industrie- und Glasmuseum) - Fichtelsee - Schützenheim - Abstecher in die Waldabteilung Wolfslohe zur WaldGlasHütte Proterobas - Karches - weiter am Ochsenkopf vorbei nach Fröbeshammer - Birnstengl - Bischofsgrün

Projektziele:

Mit der Ausschilderung des Glaswanderweges soll das Wissen des langjährigen Traditionshandwerks der Glasmacherkunst bewahrt werden. Für Gäste und Einheimische macht der Glaswanderweg die geschichtsträchtigen Stellen der Glasgeschichte bekannt und erlebbar.
Kulturlandschaftselemente werden wieder bewusst gemacht und das Interesse für verschüttete Spuren in der Landschaft geweckt. Durch dieses gemeindeübergreifende Projekt erhofft man sich auch die Stärkung der regionalen Identität.
Link: Glashütte Proterobas
Link: Glas im Fichtelgebirge