Beschneiungsanlage Ochsenkopf Nord

Der 1024 m hohe Ochsenkopf ist der zweithöchste Berg in Nordbayern und im Gegensatz zum unmittelbar benachbarten Schneeberg mit touristischer Infrastruktur sehr gut erschlossen. Zahlreiche Angebote finden sich direkt am Berg, z.B. zwei Seilschwebebahnen mit ca. 400.000 Fahrgästen/Jahr, Großparkplätze an denBeschneiung Nord Talstationen der Seilschwebebahnen, Schlepplifte für Alpinskifahrer, Rodelhänge, eine etwa einen Kilometer lange Sommerrodelbahn mit ca. 80.000 Fahrgästen/Jahr; mehrere Gastronomiebetriebe rund um den Berg, außerdem Wege und Routen für Wanderer, Nordic Walker, Langläufer und Mountainbiker.

Die großflächige Beschneiungsanlage am Ochsenkopf dient einer nachfragegerechten Verbesserung und qualitativen Ergänzung der vorhandenen Einrichtungen.

Das Projekt:

Projektträger war der Zweckverband zur Förderung des Fremdenverkehrs und des Wintersportes im Fichtelgebirge. Für das Projekt entstanden Bruttogesamtkosten in Höhe von ca. 2,07 Mio. €, davon waren 1,85 Mio. € förderfähige Kosten.

Die Errichtung der Beschneiungsanlage erfuhr eine Förderung von 25 % dieser Kosten mit LEADER+-Mitteln über die Richtlinie zur Förderung von Fremdenverkehrseinrichtungen öffentlicher Körperschaften (RÖFE, Bewilligung durch Ermächtigung des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie; ausgereicht durch die Wirtschaftsförderung der Regierung von Oberfranken).

Projektinhalte waren Planung, Bau und Betriebseinrichtung der technischen Beschneiungsanlage 'Ochsenkopf Nord'. Dazu wurde ein Funktionsgebäude errichtet, 30 Schneelanzen, vier Schneekanonen und deren Anschlüsse entlang der 2.300 m langen Nordabfahrt installiert sowie ein Speicherteich mit rd. 13.700 m³ Fassungsvermögen nahe der Sprungschanze Bischofsgrün geschaffen.

Ziele:

  • Sicherung von 12 bestehenden Arbeitsplätzen bei den Seilbahnen am Ochsenkopf
  • Neuschaffung von mind. einem Arbeitsplatz, der durch die Maßnahme notwendig wird
  • Impuls für die Gastronomie- und Tourismuswirtschaft, den Einzelhandel sowie das Handwerk in der gesamten Fichtelgebirgsregion
  • in der Folge positiven Einfluss auf die Sicherung und Verbesserung der Arbeitsplatzsituation
  • sowie Umkehrung der stagnierenden oder rückläufigen Umsatzentwicklungen durch die zu erwartenden zusätzlichen Besucher, z. B. deutlich verbesserte Auslastung der Bettenkapazitäten rund um den Ochsenkopf

Wirkung/Nutzen:

Die regionalwirtschaftlichen Effekte der Beschneiungsanlage sind vielfältig und bedeutsam:

  • Saisonvorverlegung/-verlängerung, -sicherung führt zu einer erhöhten Wettbewerbsfähigkeit mit anderen Mittelgebirgsregionen
  • höhere Verlässlichkeit für die Gäste und höhere Zuversicht bei den Einheimischen als psychologische Wirkungen
  • Stabilisierung der Fremdenverkehrsstruktur
  • erhöhte Investitionsbereitschaft im gesamten regionalen Fremdenverkehrsgewerbe
  • wesentlicher wirtschaftlicher Impuls für die gesamte Urlaubsregion

Ergebnis:

Durch die Ausdehnung der „Schneetage" wurden in den Jahren seit Errichtung der Anlage deutliche Mehreinnahmen sowohl bei den Seilbahnen als auch in den Unterkunftsbetrieben erzielt. Seit dem Winter 2007/2008 hatte man jeweils über 100 Skitage. Die überörtliche Bewerbung mit der gestiegenen Schneesicherheit war erfolgreich.